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Vorhang auf für die Oskar-Preisträger 2014

14. November 2014

„Vorhang auf für den Kinderarche-Oskar“ hieß es am Freitag im Weinkeller von Schloss Wackerbarth in Radebeul.  Bereits zum dritten Mal zeichnete die Kinderarche Sachsen Menschen für besonders kinderfreundliches Handeln aus. Da ist die Pflegemutter Daniela Große (53) aus Heidenau, die sich mit Liebe, Geduld und Fürsorge um drei behinderte Kinder kümmert und dafür auch berufliche Einschränkun­gen in Kauf nimmt. Da ist Willi Höher (67) aus Coswig, der sich seit mehr als 50 Jahren für den Breitensport im Bereich Judo einsetzt und Kinder und Jugendliche fördert, unterstützt, berät und ermutigt und als „gute Seele“ im Verein aktiv ist. Da ist die Tänzerin Emma Har­rington (28) aus Zwickau, die Kindern und Jugendlichen jeden Sonnabend ein kostenloses Tanztraining anbietet und ihnen damit die Tür zu einer anderen Welt öffnet.

Aus insgesamt 40 Vorschlägen zu kinderfreundlichen Sachsen hatte eine Jury aus Fach­leuten und Jugendlichen diese drei Preisträger gekürt. Sie nahmen ihren Oskar für beson­ders kinderfreundliches Handeln aus den Händen des Bundesinnenministers Dr. Thomas de Maizière entgegen. Einen vierten Oskar erhielt der Wurzener Thomas Schumann, der mit 3.953 Stimmen als Sieger aus dem Online-Voting um den Publikumspreis hervorgegangen war. Der 41-Jährige hat die Petition „Weil Kinder Zeit brauchen“ – für die Verbesserung des Personalschlüssels in sächsischen Kitas – ins Leben gerufen und mit hohem persönlichen Einsatz vorangetrieben. Mit mehr als 72.000 Unterschriften ist die die größte seit zehn Jahren eingereichte Petition in Sachsen.

In seiner Rede betonte Kinderarche-Vorstand Matthias Lang, dass Kinderfreundlichkeit in Sachsen viele Gesichter hat. „Wir freuen uns über den großen Widerhall, den der Kinder­arche-Oskar in Sachsen erzeugt“, so Lang. „Denn wir wollen mit der Aktion ja gerade ein Licht anzünden und nicht über die Dunkelheit klagen.“ Wie im Vorjahr steht die Kampagne unter Schirmherrschaft von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

Zum Empfang auf Schloss Wackerbarth am 14. November gestalteten Mädchen und Mütter aus dem Mutter-Kind-Haus Leubnitz der Kinderarche Sachsen ein musikalisches Programm. Außerdem zeigten zwei Jungen, die bei Willi Höher Judo trainieren, ihre Fähigkeiten. Einen lebendigen Eindruck vom Zwickauer Tanztraining erhielten die Gäste mit einem kurzen Film, den ein Mädchen als Dank an ihre Trainerin gedreht hatte. Zum Abschluss sorgte die 21-jährige Linda aus Reichenbach mit Leonard Cohens „Hallelujah“ für Gänsehaut, bevor alle Gäste des Abends mit dem Kanon „Viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten“ dem Gedanken der Kampagne musikalischen Ausdruck verliehen.


Für Fragen und Hinweise steht unsere Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Birgit Andert, unter 0173/9603468 oder b.andert@kinderarche-sachsen.de zur Verfügung.