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Was feiern wir eigentlich zu Himmelfahrt und Pfingsten?

Zu Pfingsten werden die Jünger Jesu mit dem Heiligen Geist erfüllt. © Kita "Unterm Regenbogen"

„Wir freuen uns auf das lange Wochenende zu Himmelfahrt ... und fahren dann mal weg!“ So oder so ähnlich habe ich es letzte Woche mehrfach gehört. Wir hatten Kindergarten-Geburtstag am 1. Juni und einige Familien entschuldigten sich, dass sie nicht dabei sein konnten.

Nun ist das lange Wochenende vorbei, aber bereits der freie Pfingstmontag in Aussicht. Warum eigentlich? Was feiern wir da – irgendwie sind diese beiden christlichen Feste deutlich schwerer zu beschreiben als Weihnachten und Ostern.

Gut, wenn man dann zumindest weiß, woher sie stammen:

Zehn Tage vor Pfingsten bzw. am 40. Tag nach Ostern, an einem Donnerstag, feiern wir das Fest Christi Himmelfahrt. – Übrigens beginnt genau 40 Tage vor Ostern die Fastenzeit / Passionszeit mit dem Aschermittwoch. – Himmelfahrt erinnert daran, dass Jesus zu Gott zurückgekehrt ist. Nach Ostern hatte er sich den Jüngern noch mehrfach als der Lebendige gezeigt. Nun war der Zeitpunkt da, um vollständig zu Gott zu gehen. Von diesem Tag an können Menschen Jesus nicht mehr direkt sehen. Andererseits ist es dadurch möglich geworden, dass Jesus nicht nur an einen Ort gebunden ist, sondern für alle Menschen weltweit da sein kann.

Am 50. Tag nach Ostern feiern wir Pfingsten. Die Juden feierten ursprünglich um diese Zeit ihr Erntefest am Ende der Weizenernte. So waren zur Zeit Jesu viele Menschen in Jerusalem. Davon wird in der Bibel in der Apostelgeschichte erzählt. Die Freunde von Jesus – die Jünger – waren voller Fragen. wie es weitergehen sollte, nachdem sich Jesus von ihnen verabschiedet hatte und zu Gott zurückgekehrt war. Nun warteten sie auf die versprochene Kraft Gottes – seinen Geist. Die Bibel berichtet davon, dass das Haus, in dem die Jünger in Jerusalem waren, plötzlich von frischem Wind erfüllt war. Gleichzeitig war es wie ein Brennen von Feuer, so dass sie merkten, wie sie Feuer und Flamme dafür wurden, von Jesus und Gottes Liebe weiter zu erzählen. Sie wurden vom Heiligen Geist Gottes erfüllt. Deshalb verließen sie das Haus und fingen erstmals an, auf den Straßen und Plätzen von ihren Erlebnissen mit Jesus zu erzählen. Manche Leute hielten die Jünger deshalb für betrunken. Aber durch die Begeisterung der Jünger ließen sich andere Menschen anstecken und begannen, an Gott zu glauben. Als Zeichen dafür ließen sie sich taufen. Bis heute verbindet sich mit der Taufe auch der Zuspruch, dass Gott uns seine Kraft – seinen Heiligen Geist schenkt.

Bis heute wird das Pfingstfest auch als Geburtstag der Kirche gefeiert. In vielen Kirchgemeinden werden Jugendliche an diesem Wochenende konfirmiert oder Menschen lassen sich taufen – und zeigen damit, wir wollen zu Gott gehören.

Ein Satz ist mir bei den christlichen und biblischen Themen wichtig geworden: „Wenn dein Kind dich morgen fragt – gut, wenn du eine Antwort weißt.“ (Die Bibel, 5. Mose 6, 20) In diesem Sinne lade ich Sie ein – sprechen Sie mit Ihrem Kind über den Ursprung und den Sinn von Festen und Feiern. Sie gehören zu unserer Kultur und bieten langfristige Orientierung und Halt in den verschiedenen Zeitströmungen, denen wir täglich begegnen. Weil Wissen außerdem immer einen Vorsprung bietet, ist auch das ein Thema, mit dem Sie Iren Kindern gute Bedingungen bieten, um seinen Weg im Leben zu gehen.

Damit wünsche ich allen Zeit zum Feiern, zum neugierig Wissen erweitern und gemeinsam genießen, weil: „Wir haben dann mal ein langes Wochenende!“

 

Petra Behner, Einrichtungsleiterin Christliche Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“

Für Fragen und Hinweise steht unsere Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Birgit Andert, unter 0173/9603468 oder b.andert@kinderarche-sachsen.de zur Verfügung.